Über Paraiso Perdido
Paraiso Perdido ist ein anspruchsvoller Tauchplatz vor Maria la Gorda auf der abgelegenen Halbinsel Guanahacabibes im Westen Kubas. Er ist berühmt für seine spektakulären Steilwandtauchgänge an einem unberührten Riffabhang, der in die Tiefen des Karibischen Meeres stürzt, und gilt als eines der Highlights unter den mehr als dreißig Tauchplätzen der Region. Die Topografie ist geprägt von atemberaubenden Wandformationen, die ab etwa 30 Metern Tiefe beginnen. Sie sind bewachsen mit riesigen schwarzen Korallenbäumen, gigantischen Gorgonienfächern und einer Vielzahl von Schwämmen in leuchtenden Rot-, Lila- und Orangetönen. Das Riff weist zudem zahlreiche interessante Höhlungen und Spalten auf, die einer vielfältigen Unterwasserwelt Schutz bieten, wobei der Bewuchs mit Schwämmen und Fächern zur Wand hin immer dichter wird. Obwohl die Strömungen mäßig bis stark sein können, ziehen sie oft größere Meeresbewohner an. Taucher begegnen hier regelmäßig Riffhaien, Adlerrochen, Barrakudas und Zackenbarschen, die an der Wand patrouillieren. Die Sichtweiten an diesem Platz sind beständig hervorragend und übersteigen oft die 20-Meter-Marke, während die Wassertemperaturen das ganze Jahr über angenehm warm sind und meist zwischen 27°C und 31°C liegen. Aufgrund der Tiefe und der Möglichkeit starker Strömungen ist Paraiso Perdido am besten für erfahrene Taucher geeignet. Der Zugang erfolgt in der Regel per Boot vom Tauchcenter in Maria la Gorda, das an einem weißen Sandstrand liegt. Der Platz ist eine erstklassige Wahl für alle, die unberührte Tiefenriff-Landschaften erleben möchten.
Highlights
Saisonkalender
Tauchplatz-Fakten: Paraiso Perdido
- Tiefe
- 18–30 m
- Typischer Tauchgang
- Keine Angabe
- Strömung
- Mittel bis Stark
- Sicht
- 18–30 m
- Wassertemperatur
- 27–31°C
- Einstieg
- Boots-Tauchgang
- Level
- Fortgeschritten
- Tauchart
- Steilwand, Riff, Großfisch
- Nachttauchgang
- Nicht spezifiziert
- Region / Hafen
- Maria la Gorda, Pinar del Río
- Koordinaten
- 21.7157° N, 80.3606° W
Bedingungen & Strömungen
Paraiso Perdido ist bekannt für potenziell starke Strömungen, die ein prägendes Merkmal des Taucherlebnisses sein können. Diese Strömungen sind oft vorteilhaft, da sie größere pelagische Arten wie Thunfische, Rochen und Barrakudas an die Wand locken. Taucher sollten auf variierende Strömungsstärken vorbereitet sein, die fortgeschrittene Tarierungskontrolle und Drift-Tauchtechniken erfordern können. Die Strömungen sind die meiste Zeit des Jahres moderat, können sich aber besonders bei bestimmten Gezeiten oder Wetterlagen verstärken. Der Einstieg erfolgt immer per Boot, und die Tauchbasis in Maria la Gorda hat einen Arzt vor Ort, der die Gesundheit der Taucher, einschließlich des Blutdrucks, vor den Tauchgängen überwacht. Die Sicht an diesem Tauchplatz ist konstant hoch, typischerweise zwischen 18 und 30 Metern, was auch bei Strömungen eine sichere Navigation ermöglicht.
Meeresleben & Sichtungswahrscheinlichkeit

Schwarze Korallenbäume
häufig
Gorgonienfächer
häufig
Große Zackenbarsche
gelegentlich
Barrakudas
gelegentlich
Riffhaie
gelegentlich
Adlerrochen
gelegentlich
Meeresschildkröten
gelegentlich
Muränen
gelegentlich
Hummer
gelegentlich
Tarpons
gelegentlich
Kaiserfische
häufig
Schnapper
häufigTauchprofil & Ablauf
Das Tauchen in Paraiso Perdido beginnt in der Regel mit einer Bootsfahrt zum Tauchplatz, der sich etwa 18 bis 30 Meter Fahrtminuten vom Tauchcenter Maria la Gorda entfernt befindet. Der Tauchgang startet meist mit dem Abstieg entlang der spektakulären Steilwand, die auf rund 30 Metern beginnt. Die Taucher folgen der Wand und erkunden ihre ausgedehnten Formationen aus schwarzen Korallen, Gorgonienfächern und farbenprächtigen Schwämmen, die zahlreichen Rifffischen und Wirbellosen Schutz bieten. Die Route beinhaltet oft ein Driften mit der Strömung, was Freiwasserarten in Sichtweite bringen kann. Das Umkehren richtet sich üblicherweise nach dem Luftverbrauch und den Nullzeitgrenzen, sodass reichlich Zeit zum Erkunden bleibt. Der Aufstieg erfolgt allmählich, oft über sandige Kanäle hin zu flacheren Riffbereichen, wo auf 5 Metern der Sicherheitsstopp eingelegt wird. Der Platz ist bekannt für seine hervorragende Sicht, was die Navigation und Beobachtung während des gesamten Tauchgangs erleichtert.
Unterwasserfotografie
Paraiso Perdido bietet fantastische Möglichkeiten für die Weitwinkel-Fotografie, was an seiner dramatischen Wandtopografie, den ausgedehnten schwarzen Korallenbäumen und den beeindruckenden Gorgonienfächern liegt. Ein Fisheye- oder extremes Weitwinkelobjektiv eignet sich am besten, um die Dimensionen der Steilwand und die farbenprächtigen Schwamm-Ökosysteme einzufangen. Auch für größere Meeresbewohner wie Riffhaie, Barrakudas und Adlerrochen ist ein Weitwinkel-Setup ideal. Blitze sind unerlässlich, um die wahren Farben der Korallen und Schwämme in der Tiefe zum Leuchten zu bringen. Eine hervorragende Tarierungskontrolle ist entscheidend, besonders beim Fotografieren nahe an den empfindlichen Wandstrukturen und bei eventueller Strömung. Während sich Makromotive wie Muränen und Hummer in Spalten verstecken, liegen die Highlights dieses Tauchplatzes in der weiten Rifflandschaft und den Begegnungen im Freiwasser, weshalb er sich besonders für Landschaftsaufnahmen eignet.
Kombinierbar mit diesen Tauchplätzen
- Ancla del Pirata
Ein flacher Tauchplatz mit einem Piratenanker aus dem 18. Jahrhundert, ideal für Anfänger.
- Salón de María
Ein Höhlentauchgang mit drei Eingängen, reich an Schwämmen und Korallen, erreichbar mit dem Boot.
- Las Cuevas de Bebo
Anfängerfreundlicher Tauchplatz mit flachen Überhängen und kleinen Höhlenformationen.
- El Almirante
Ein Steilwandtauchgang auf über 90 Fuß, bekannt für riesige Schwämme, Gorgonien und schwarze Korallen.
- El Jardin de la Gorgonia
Ein anfängerfreundlicher Tauchplatz mit üppigen Gorgonienfächern und vielen Rifffischen.
Anreise & Logistik
Der Zugang zu Paraiso Perdido erfolgt über das Maria la Gorda International Diving Center, das sich am Hotel Maria la Gorda auf der kubanischen Halbinsel Guanahacabibes befindet. Transfers von Havanna nach Maria la Gorda dauern mit dem Bus oder Mietwagen in der Regel etwa 5 bis 5,5 Stunden und führen durch malerische Tabak- und Bananenplantagen. Viele Taucher kombinieren einen mehrtägigen Tauchaufenthalt in Maria la Gorda mit einem Aufenthalt in Havanna. Die Tauchbasis ist gut mit Flaschen und Leihausrüstung ausgestattet und bietet täglich Bootsausfahrten an. Obwohl für Paraiso Perdido keine speziellen Genehmigungen erwähnt werden, sollten Taucher sicherstellen, dass ihre Reise nach Kuba allen gesetzlichen Bestimmungen entspricht. Das Hotel bietet Unterkünfte und Annehmlichkeiten, wobei Tauchpakete über Reiseveranstalter oder direkt mit der Basis gebucht werden können.
Sicherheit & Umwelt
Das Tauchen in Paraiso Perdido erfordert aufgrund der Tiefe und der Möglichkeit mäßiger bis starker Strömungen ein Fortgeschrittenen-Brevet und entsprechende Erfahrung. Das Tauchcenter in Maria la Gorda ist auf seinen Tauchbooten mit Erste-Hilfe-Ausrüstung, Sauerstoff und Funk ausgestattet. Laut Berichten aus dem Jahr 1999 ist ein Arzt vor Ort, der vor den Tauchgängen Blutdruckmessungen durchführt, um die Tauchtauglichkeit zu überprüfen. Da in dieser abgelegenen Region keine genauen Standorte von Dekokammern bekannt sind, sollten Taucher stets eine umfassende Tauchversicherung abschließen, die medizinische Notfallbehandlungen und Evakuierungen abdeckt. Angesichts der abgelegenen Lage kann der Transport zu einer größeren medizinischen Einrichtung längere Zeit in Anspruch nehmen. Taucher müssen sich an verantwortungsvolle Tauchpraktiken halten, eine hervorragende Tarierung bewahren und den Anweisungen des Tauchguides folgen, insbesondere was das Strömungsmanagement und die Tauchprofile betrifft.
Für wen geeignet – und für wen nicht
Geeignet für
- Fortgeschrittene Taucher mit Erfahrung im Tieftauchen
- Taucher, die spektakuläre Steilwandtauchgänge suchen
- Fotografen mit Interesse an Weitwinkel-Rifflandschaften
- Taucher, die auf Begegnungen im Freiwasser hoffen
- Liebhaber von unberührten, intakten Riffsystemen
Weniger geeignet für
- Tauchanfänger oder Taucher ohne Fortgeschrittenen-Brevet
- Taucher, die sich bei potenziell starken Strömungen unwohl fühlen
- Personen mit unzureichender Tarierungskontrolle
- Taucher, die sehr flache, leicht zugängliche Plätze bevorzugen
- Taucher, die bei längeren Bootsfahrten zu Seekrankheit neigen
FAQ
Paraiso Perdido FAQ
Welche Meeresbewohner kann ich in Paraiso Perdido erwarten?
Ist Paraiso Perdido für Tauchanfänger geeignet?
Wie sind die Sichtweiten und die Wassertemperatur in Paraiso Perdido?
Was macht Paraiso Perdido zu einem 'Verlorenen Paradies'?
Wie komme ich nach Paraiso Perdido und wo kann ich übernachten?
Warum Paraiso Perdido per Tauchsafari betauchen?
Paraiso Perdido gehört zu den Top-Tauchplätzen von Kuba. Eine Tauchsafari bringt dich auf dem Wasser unter und ermöglicht drei bis vier geführte Tauchgänge pro Tag, inklusive Morgen- und Nachttauchgängen, die Tagesausflugs-Anbieter selten anbieten. Du sparst dir die tägliche Rückfahrt zum Hafen und erreichst auf einer Reise ruhigere, weniger besuchte Plätze in derselben Region.
Unten findest du die Tauchsafari-Schiffe, die Paraiso Perdido in ihren Kuba-Routen einplanen.
Tauchsafaris zu Paraiso Perdido
Diese Safariboote fahren Paraiso Perdido auf ausgewählten Routen möglicherweise an — die genauen Tauchplätze hängen von Abfahrt, Wetter und Bedingungen ab.

Jardines Avalon Fleet
Kuba
Tauchplätze ähnlich wie Paraiso Perdido
Silver Caves
Belize
Silver Caves bietet ein ganz besonderes Taucherlebnis im Lighthouse Reef Atoll, einem der gesündesten Riffsysteme Belizes.
- Geeignet für
- Erfahren
- Strömung
- Leicht
- Zugang
- Nur per Tauchsafari
- Tiefe
- 18–28 m
- Thema
- Riff / Höhle
An der Westküste von Cozumel befindet sich ein dramatisches Riffplateau, das tausende Meter tief in den Ozean abfällt.
- Geeignet für
- Fortgeschritten
- Strömung
- Leicht
- Zugang
- Safari oder Tagesboot
- Tiefe
- 15–27 m
- Thema
- Riff
Die North Wall von Grand Cayman erstreckt sich entlang der Nordküste der Insel und gilt als eines der bekanntesten und visuell beeindruckendsten Tauchgebiete.
- Geeignet für
- Erfahren
- Strömung
- Leicht
- Zugang
- Safari oder Tagesboot
- Tiefe
- 50–100 m
- Thema
- Riff
Lighthouse Reef
Kaimaninseln
Das Lighthouse Reef, in der Nähe des West End Docks von Cayman Brac gelegen, bietet ein einzigartiges Flachriff-Taucherlebnis.
- Geeignet für
- Anfänger
- Strömung
- Stark
- Zugang
- Vom Ufer / Tagesboot
- Tiefe
- 10–25 m
- Thema
- Riff
Long Caye Ridge
Belize
Long Caye Ridge ist ein erstklassiger Tauchplatz im belizianischen Lighthouse Reef Atoll – einer Region, die aufgrund ihrer Entfernung vom Festland für ihre unberührten Bedingungen berühmt ist.
- Geeignet für
- Fortgeschritten
- Strömung
- Keine Strömung
- Zugang
- Nur per Tauchsafari
- Tiefe
- 21–21 m
- Thema
- Riff
Roatán, Teil der Bay Islands von Honduras, bietet eine vielfältige Unterwasserlandschaft entlang des Mesoamerikanischen Barriereriffs, dem zweitgrößten Barriereriff der Welt.
- Geeignet für
- Fortgeschritten
- Strömung
- Mäßig
- Zugang
- Safari oder Tagesboot
- Tiefe
- 9–40 m
- Thema
- Riff

