Die anmutigen Bewohner der warmen Küstengewässer des Indopazifiks, oft von glücklichen Tauchern beobachtet, sind wohl am besten unter ihrem markanten deutschen Namen bekannt: Leopardenhai (wissenschaftlicher Name: *Stegostoma tigrinum*). Während Jungtiere kräftige, kontrastreiche Streifen zeigen, die an ihren anderen Namen, Zebrabuntbarsch, erinnern, durchlaufen ausgewachsene Exemplare eine faszinierende Verwandlung und entwickeln ein Muster aus dunklen Flecken auf hellerem Hintergrund, das zu ihrer gebräuchlicheren Bezeichnung führt. Diese wunderschönen Kreaturen können eine beeindruckende Länge von 2,5 Metern erreichen, ihr länglicher, zylindrischer Körper verjüngt sich zu einem langen, peitschenartigen Schwanz, der fast so lang sein kann wie der Rest ihres Körpers, mit einem ausgeprägten unteren Schwanzlappen, der fast fehlt. Ihre Rückenflossen sind weit hinten angesetzt und sie besitzen fünf kleine Kiemenschlitze. Was sie optisch jedoch wirklich auszeichnet, ist ihr einzigartiges Muster und ihr relativ kleines, fast welsartiges Maul, das ventral an ihren breiten, etwas abgeflachten Köpfen sitzt und mit mehreren Reihen kleiner, stumpfer Zähne ausgestattet ist, die perfekt auf ihre spezifische Ernährung abgestimmt sind.
Verhalten & Fortpflanzung
- Größe
- 2-2.5 Meter (bis zu 3.5m)
- Gewicht
- 15-30 kg
- Lebenserwartung
- 25-30 Jahre
- Status
- Stark gefährdet
Die Fortpflanzung dieser Haie ist ovipar, was bedeutet, dass sie Eier legen. Weibchen produzieren große, dunkelbraune oder purpurschwarze Eikapseln, die jeweils einen einzelnen sich entwickelnden Embryo enthalten. Diese markanten, beutelförmigen Eikapseln, oft mit haarigen Filamenten bedeckt, werden dann mit Haftranken an geeigneten Strukturen auf dem Meeresboden, wie Korallen oder Felsen, befestigt. Die Tragzeit innerhalb der Eikapsel kann recht lang sein, und die gestreiften Jungtiere, die schlüpfen, suchen noch flachere, geschütztere Gebiete wie Mangrovenmündungen und Seegraswiesen auf, die Schutz vor größeren Raubtieren und ein reiches Angebot an Jungbeute bieten. Dieses frühe Lebensstadium ist entscheidend für ihr Überleben, bevor sie reifen und in tiefere, exponiertere Lebensräume vordringen.

