Anmutig gleitet der Dugong (*Dugong dugon*) durch sonnenverwöhnte Küstengewässer – er ist eines der liebenswertesten und schwer fassbarsten Säugetiere des Ozeans. Oft als 'Seekühe' bezeichnet, wegen ihrer pflanzenfressenden Ernährung und friedlichen Natur, sind diese prächtigen Kreaturen ein wahres Highlight für jeden Taucher, der das Glück hat, ihnen zu begegnen. Mit einem torpedoförmigen Körper, einer breiten, abgeflachten Schwanzflosse, die der eines Wals ähnelt (aber ohne zentrale Kerbe), und paddelförmigen Vorderflossen sind sie perfekt an das Leben in flachen, seegrasreichen Umgebungen angepasst. Ihre Haut ist dick, glatt und graubraun, oft gesprenkelt mit Narben von früheren Begegnungen oder einfach vom Reiben am Meeresboden während der Nahrungssuche. Ein besonderes Merkmal sind ihre nach unten gerichteten Schnauzen, die borstig und sehr muskulös sind, perfekt entwickelt für ihre einzigartigen Weidegewohnheiten. Im Gegensatz zu Seekühen, die eine rundlichere, schaufelartige Schnauze haben, ist die Schnauze dieser Sirenier stärker gestutzt, was es ihnen ermöglicht, effektiv durch den Meeresboden zu 'pflügen'. Ihnen fehlen Rückenflossen und Hintergliedmaßen, und ihre kleinen, tief liegenden Augen, zusammen mit dem Fehlen äußerer Ohrklappen, verleihen ihnen ein etwas überirdisches, uraltes Aussehen. Männchen können an Stoßzähnen identifiziert werden, die aus dem Oberkiefer ragen, obwohl diese bei jüngeren oder weiblichen Individuen oft im Zahnfleisch verborgen sind.
Verhalten & Fortpflanzung
- Größe
- 2.5-3 Meter (bis zu 4m)
- Gewicht
- 230-500 kg
- Lebenserwartung
- Bis zu 73 Jahre
- Status
- Gefährdet
Für Taucher ist die Begegnung mit diesen prächtigen Kreaturen oft ein ruhiges, besinnliches Erlebnis. Sie bewohnen warme, flache Küstengewässer im gesamten Indopazifik, von Ostafrika bis Vanuatu und bis nach Nordaustralien, wobei bedeutende Populationen im Roten Meer und am Great Barrier Reef zu finden sind. Die besten Bedingungen für eine mögliche Sichtung sind typischerweise in klaren, ruhigen, flachen Buchten, Mangrovenkanälen oder geschützten Lagunen, wo ausgedehnte Seegrasbetten gedeihen, gewöhnlich nicht tiefer als 20 Meter. Die Beobachtung erfordert Geduld und einen respektvollen Abstand, da sie leicht gestört werden. Ihre ruhigen, unaufgeregten Bewegungen sind faszinierend und bieten einen seltenen Einblick in eine wahrhaft alte Linie des Meereslebens. Denke daran, plötzliche Bewegungen oder laute Geräusche können sie zum Rückzug veranlassen. Drift-Tauchen über Seegraswiesen kann manchmal eine einzigartige Gelegenheit bieten, sie beim Grasen zu beobachten, wie ihre kräftigen Schwänze sie sanft vorwärtstreiben.





