Tauchsafari-FAQ — Werde ich auf einem liveaboard seekrank?

Werde ich auf einem liveaboard seekrank?

Sicherheit & Gesundheit

Die meisten liveaboards ankern nachts in geschützten Buchten. Lange Überfahrten auf offener See können rau sein – nimm Pflaster oder Tabletten mit, wenn du anfällig für Reisekrankheit bist.

Seekrankheit ist die häufigste körperliche Beschwerde auf liveaboards

Selbst erfahrene Seeleute können von ungewöhnlichem Wellengang oder einer langen Überfahrt auf offener See überrascht werden. Die gute Nachricht ist, dass sich fast jeder innerhalb von 24–48 Stunden akklimatisiert und die zweite Hälfte der Reise normalerweise problemlos verläuft.

Wo Seekrankheit selten ein Problem ist

Beliebte tropische Reiseziele mit geschützten Routen – Malediven-Atolle, Küstenrouten im nördlichen Roten Meer, Bahamas-Riff, Kaimaninseln, Honduras Bay Islands. Die Boote ankern jede Nacht in geschützten Buchten und die Fahrten zwischen den Tauchplätzen sind kurz (1–3 Stunden). Die meisten Taucher spüren nichts.

Wo Seekrankheit manchmal ein Problem ist

Indonesien (Komodo, Banda Sea, Raja Ampat – lange Überfahrten zwischen den Inseln), ägyptische Offshore Brothers und Daedalus (Nachttouren zu abgelegenen Pinnacles), karibische Wrackrouten mit längeren Überfahrten, Golf von Kalifornien, wenn die Winde zunehmen.

Wo Seekrankheit wirklich eine Überlegung wert ist

Galápagos-Überfahrten zu Wolf und Darwin (12–16 Stunden pro Strecke durch den offenen Pazifik), Costa Rica nach Cocos Island (30+ Stunden pro Strecke), Cabo San Lucas nach Socorro (24–28 Stunden pro Strecke), australische Korallenmeer-Expeditionen, Antarktis/Subantarktis-Überquerungen der Drake-Passage. Erwarte auf diesen Reisen erhebliche Bewegungen während der Überfahrten und nimm starke Medikamente mit.

Medikamentenoptionen

Scopolaminpflaster (Transderm Scop) sind der Goldstandard – 4 Stunden vor dem Ablegen hinter dem Ohr aufgeklebt, wirken 72 Stunden lang. In den meisten Ländern verschreibungspflichtig. Nebenwirkungen sind Mundtrockenheit und Schläfrigkeit. Cinnarizin (Stugeron) ist in Europa rezeptfrei erhältlich und sehr wirksam mit weniger Nebenwirkungen als Dimenhydrinat. Bonine (Meclizin) und Dramamin (Dimenhydrinat) sind in den USA rezeptfrei erhältlich. Nimm alle Medikamente gemäß den Anweisungen auf dem Beipackzettel ein und mache idealerweise einen Testlauf zu Hause vor der Reise.

Strategien ohne Medikamente

Bleibe während der Überfahrten an Deck an der frischen Luft. Schaue auf den Horizont, nicht auf dein Handy oder ein Buch. Bleibe hydriert (Dehydration verschlimmert Reisekrankheit). Nimm leichte Mahlzeiten zu dir; vermeide fettiges Essen und Alkohol in der Nacht vor einer bekannten Überfahrt. Ingwer (in Tee, Kapseln oder Bonbons) hilft manchen Leuten. Akupressur-Armbänder (Sea-Bands) wirken bei einigen, für andere ist es ein Placebo.

Kabinenwahl

Kabinen im unteren Deck und mittschiffs bewegen sich am wenigsten und sind am besten für anfällige Passagiere geeignet. Kabinen im oberen Deck und im Bug bewegen sich am stärksten. Wenn Seekrankheit ein Problem ist, frage bei der Buchung nach einer mittschiffs gelegenen Kabine.

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