Der Quastenflosser (*Latimeria chalumnae*) ist ein legendärer, lappenflossiger Fisch, der berühmt als „lebendes Fossil“ gilt, nachdem seine sensationelle Wiederentdeckung im Jahr 1938 den Glauben widerlegte, dass seine Abstammungslinie in der Kreidezeit verschwunden sei. Mit einer archaischen Anatomie, die sich von modernen Knochenfischen unterscheidet, besitzt der Quastenflosser einen schweren, robusten Körper, der von dicken, panzerähnlichen Kosmoidschuppen bedeckt ist. Seine auffälligsten körperlichen Merkmale sind seine acht fleischigen, paddelartigen Lappenflossen, die von inneren Knochenstrukturen gestützt werden und sich in einem abwechselnden, vierfüßigen Rhythmus bewegen, der an vierbeinige Landwirbeltiere erinnert. Der Fisch zeichnet sich durch eine einzigartige dreilappige Schwanzflosse (Diphycerkalschwanzflosse), eine unsegmentierte, ölgefüllte Chorda dorsalis anstelle einer knöchernen Wirbelsäule und eine tief indigoblaue Färbung aus, die mit unregelmäßigen weißen und silbrigen Flecken gesprenkelt ist, die einzigartige Tarnmuster gegen vulkanische Felswände bilden.



