Meeresflügel, wissenschaftlich als Unterordnung Thecosomata klassifiziert, sind holoplanktonische Hinterkiemer-Gastropoden, die ihren gesamten Lebenszyklus treibend im offenen Ozean verbringen. Im Gegensatz zu ihren benthischen Schnecken-Vorfahren besitzen diese zarten Weichtiere einen modifizierten Fuß, der sich zu einem Paar durchscheinender, flügelähnlicher Lappen, bekannt als Parapodien, entwickelt hat. Indem sie diese Miniaturflügel mit rhythmischen, flatternden Schlägen bewegen, scheinen sie mühelos durch die Wassersäule zu fliegen. Die meisten Arten behalten eine hauchdünne, transparente oder bernsteinfarbene Schale aus Aragonit, einer hochlöslichen Form von Kalziumkarbonat. Diese Schalen variieren stark in ihrer Morphologie, von den gewundenen, nautiloiden Windungen von *Limacina* bis zu den länglichen, dreieckigen, glasähnlichen Schilden von *Cavolinia* und *Clio*. Ihre Körper sind größtenteils glasig und gallertartig, wobei oft innere Organe, zarte schillernde Schimmer und bewimperte Ernährungsstrukturen unter fokussierten künstlichen Tauchlampen sichtbar werden.

