Das Unterreich der Krebstiere repräsentiert eine der unglaublich vielfältigsten, lebendigsten und faszinierendsten Gruppen von Meerestieren, denen du als Taucher begegnen kannst. Von den mikroskopisch kleinen Ruderfußkrebsen, die die Grundlage des ozeanischen Nahrungsnetzes bilden, bis hin zu den beeindruckenden Langusten, die die dunklen Winkel von Korallenhöhlen verteidigen – Krebstiere sind die quintessentiellen, gepanzerten Ritter der Unterwasserwelt. Diese riesige Gruppe, die eine erstaunliche Vielfalt an Krabben, Garnelen, Hummern, Springkrebsen und den beeindruckenden Fangschreckenkrebsen umfasst, zeichnet sich durch ihr starres, chitinöses Exoskelett, gegliederte Extremitäten und hochspezialisierte, segmentierte Körper aus. Für den aufmerksamen Taucher, der in die Spalten eines Korallenriffs blickt oder den sandigen Boden bei einem Nachttauchgang absucht, offenbart sich eine verborgene, geschäftige Welt der Krebstieraktivität, die ebenso dramatisch und komplex ist wie das Leben der größeren Wirbeltiere, die über ihnen schweben.
Verhalten & Fortpflanzung
- Größe
- Unbekannt
- Gewicht
- 0.01 kg bis 20 kg
- Lebenserwartung
- 1 bis 50 Jahre, wobei einige Tiefsee- und große Hummerarten mehrere Jahrzehnte leben
- Status
- Nicht bewertet
Jenseits der Putzstationen ist die Welt der Krebstiere reich an anderen Formen der Symbiose. Anemonengarnelen und Porzellankrabben haben schützende Immunitäten gegen die stechenden Tentakel von Wirtsseeanemonen entwickelt und teilen ihre schützenden Behausungen mit Anemonenfischen im Austausch für Futterreste. Am charmantesten ist vielleicht die mutualistische Partnerschaft zwischen verschiedenen Arten von Knallkrebsen (auch bekannt als Pistolenkrebse) und kryptobenthischen Grundelfischen. Der fast blinde Krebs fungiert als unermüdlicher Bagger, der ununterbrochen Sand aus einer gemeinsamen Höhle schiebt. Die Grundel, die ein ausgezeichnetes Sehvermögen besitzt, agiert als Wächter und ruht am Eingang der Höhle. Der Krebs hält über seine Antennen physischen Kontakt mit der Grundel; nähert sich ein Raubtier, gibt die Grundel einen scharfen Schwanzschlag, wodurch beide Partner in die Sicherheit ihrer unterirdischen Festung flitzen – ein Verhalten, das Taucher begeistert, die sich die Zeit nehmen, den sandigen Meeresboden zu beobachten.
