Korallen, die zu den faszinierendsten wirbellosen Tieren des Ozeans gehören, sind keine Einzelorganismen, sondern komplexe Kolonien winziger Polypen – jedes ein Wunder der biologischen Ingenieurskunst. Ihr Aussehen ist außergewöhnlich vielfältig, von den komplizierten, steinernen Strukturen riffbildender Arten, die Gehirnen oder Elchgeweihen ähneln, bis hin zu den anmutig wogenden Wedeln von Weichkorallen, die wie Unterwasserbäume oder farbenfrohe Fächer aussehen. Steinkorallen, die Architekten lebendiger Unterwasserstädte, besitzen ein starres Kalkskelett, wobei ihre einzelnen Polypen typischerweise klein sind und sich in schützende Kelche zurückziehen. Diese variieren enorm in ihrer Form, von zarten verzweigten Arten bis hin zu robusten, massiven Kuppeln. Weichkorallen hingegen fehlt dieses feste Skelett; ihre Polypen sind in eine fleischige, oft lederartige Matrix eingebettet, die von mikroskopisch kleinen Kalziumkarbonat-Spikeln gestützt wird, was ihnen ein flexibles, oft baum- oder fächerförmiges Aussehen verleiht. Ihre Farben sind spektakulär, eine schillernde Palette, die durch die Zooxanthellen in ihrem Gewebe sowie durch Pigmente in den Polypen selbst entsteht und jedem Taucher ein visuelles Fest bietet.
Verhalten & Fortpflanzung
- Größe
- Variiert von Zentimeter bis Meter (Koloniegröße)
- Gewicht
- Variiert je nach Kolonie (sessile Organismen)
- Lebenserwartung
- Kolonien können Hunderte bis Tausende von Jahren leben
- Status
- Viele Arten gefährdet oder stark gefährdet
Ökologisch sind Korallen von grundlegender Bedeutung für die marine Biodiversität. Steinkorallen bilden das strukturelle Rückgrat von Korallenriffen, die zu den artenreichsten Ökosystemen der Erde gehören und unzähligen Fischarten, Krebstieren, Weichtieren und anderen Wirbellosen Lebensraum, Schutz und Nahrung bieten. Weichkorallen, obwohl sie keine massiven Strukturen aufbauen, fügen diesen Umgebungen eine erhebliche dreidimensionale Komplexität und Nahrungsquellen hinzu. Sie dienen als Kinderstuben für Jungfische, als Schutz vor Raubtieren und als natürliche Wellenbrecher, die Küstenlinien vor Erosion schützen. Ihre Gesundheit ist untrennbar mit dem Wohlergehen der gesamten Meeresumwelt verbunden und untermauert ganze Nahrungsnetze.


































