Beide sind Kopffüßer – weichbödige, farbwechselnde, achtarmige (oder zehnarmige) Wunder mit den größten Gehirnen unter allen Wirbellosen. Doch sie leben unterschiedlich, jagen anders, und Taucher treffen sie meist unter sehr unterschiedlichen Bedingungen an. Hier ist der direkte Vergleich.
| Krake | Tintenfisch |
|---|---|
| Cephalopoda – Octopoda | Cephalopoda – Sepiida |
| Nur 8 Arme | 8 Arme + 2 längere Fressfanger |
| Kein Innenskelett | Interner verkalkter Schulp (Auftrieb) |
| Weich, ohne Flossen, sehr flexibel | Ovaler Körper mit durchgehendem Flossensaum |
| Jet-Antrieb + Armkriechen | Anmutiger, wellenförmiger Flossenantrieb |
| Riffe, Höhlen, Sand, Geröll | Sand-/Geröllböden, Seegras |
| Krabben, Garnelen, Fische, Muscheln | Krebstiere und kleine Fische |
| 1–3 Jahre (die meisten Arten) | 1–2 Jahre |
| Mimi-Oktopus, Blaugeringelter | Riesiger Australischer, Pracht-Sepia |
| Lembeh, Anilao, Mittelmeer | Lembeh, Whyalla (AUS), Cabilao |
**Körperform**: Tintenfische haben einen ovalen, steifen Körper, der von einer durchgehenden Flosse umrahmt wird, die sich am Umfang wellt. Oktopusse haben einen völlig weichen, flüssigen Körper ohne Flossen.
**Anzahl der Gliedmaßen**: Oktopusse haben nur 8 Arme. Tintenfische haben 8 Arme plus 2 längere Fressfanger, die sie normalerweise in Taschen verstauen und herausschießen, um Beute zu fangen.
**Verhalten**: Tintenfische schweben anmutig im Mittelwasser und nutzen ihren Flossensaum. Oktopusse kriechen über das Substrat oder schießen scharf zwischen Höhlen hin und her. Tintenfische erzeugen oft faszinierende Farbwellenanzeigen; Oktopusse sind Meister der Textur- und Form-Mimikry.
Beide Gruppen sind außerordentlich intelligent – sie bestehen Spiegelerkennungstests, lösen Rätsel und nutzen Werkzeuge. Das Verhältnis von Gehirn- zu Körpermasse bei Oktopussen ist vergleichbar mit dem von Wirbeltieren.
Beide nutzen Chromatophoren und Iridophoren in der Haut, um Farbe und Muster in Millisekunden zu ändern. Tintenfische können hypnotische 'vorbeiziehende Wolken'-Wellen aus dunklen Bändern erzeugen, die über ihren Körper rollen, um Beute oder Rivalen zu verwirren. Oktopusse sind hervorragend in perfekter Textur-Mimikry – sie replizieren genau die Unebenheiten, Farbe und Muster des umgebenden Felsens.
**Kapitalen für Muck-Diving mit Oktopussen**: Die **Lembeh Strait** (Indonesien) ist die Heimat des Mimi-Oktopus, des Blaugeringelten Oktopus, des Wunderpus, des Kokosnuss-Oktopus und vieler mehr. **Anilao** (Philippinen), **Tulamben** (Bali) und die Mittelmeerküste bieten ebenfalls zuverlässige Begegnungen mit dem gewöhnlichen Oktopus.
**Tintenfisch-Hotspots**: Die jährliche Ansammlung riesiger australischer Tintenfische in **Whyalla, Südaustralien** (Mai–August) ist ein Spektakel, das man einmal im Leben gesehen haben muss – Zehntausende von Tintenfischen versammeln sich zur Paarung. **Lembeh** ist hervorragend für Pracht-Sepien und Zwerg-Arten. **Cabilao** auf den Philippinen und das **Rote Meer** beherbergen ebenfalls gesunde Populationen.
Die meisten Oktopus- und Tintenfischarten sind als „ungenügende Datengrundlage“ oder „nicht gefährdet“ eingestuft, aber die Populationen sind zunehmendem Druck durch intensive Fischerei ausgesetzt (insbesondere Oktopus im Mittelmeer und Westafrika sowie der Handel mit Tintenfischschulp in Ostasien). Der Verlust von Seegraswiesen ist ein besonderes Anliegen für Tintenfische.
**Oktopusse** sind die weichbödigen, achtarmigen, texturimitierenden Zauberer von Muck und Riff. **Tintenfische** sind die eleganten, zehnarmigen, flossengetriebenen Schwebefahrzeuge mit faszinierenden Farbanzeigen. Beide sind Anlässe, um Unterwasserfotografie zu erlernen – und Gründe, sich für gesunde Riffe und Seegras einzusetzen.
Drei – zwei pumpen Blut durch die Kiemen, und einer pumpt es durch den Körper. Das Gleiche gilt für Tintenfische.
Ja – und erstaunlicherweise sind beide selbst farbenblind. Sie erkennen Farben durch Photorezeptoren in der Haut.
Sepia-Tinte wird bekanntermaßen in Pasta und Risotto verwendet. Das Pigment ist Melanin kombiniert mit Schleim.
Es ist eine innere poröse Kalziumstruktur, die zur Auftriebskontrolle dient – im Wesentlichen ein eingebautes BCD.
Jeder Arm hat ein eigenes Nervenganglion, das einfache Probleme eigenständig lösen kann. Etwa zwei Drittel der Oktopus-Neuronen befinden sich in den Armen, nicht im zentralen Gehirn.
Die meisten Arten sind harmlos. Der Blaugeringelte Oktopus trägt tödliches Tetrodotoxin – bewundere ihn aus der Distanz. Tintenfischbisse können schmerzhaft sein, sind aber selten gefährlich.
Beide Gruppen sind semelpar – sie vermehren sich einmal am Ende ihres Lebens. Weibchen bewachen die Eier, bis sie schlüpfen, und sterben dann.
Mai bis Anfang August in Whyalla, Spencer Gulf – die weltweit einzige bekannte Massenansammlung von Tintenfischen.
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