Anemonenfische und Riffbarsche gehören derselben Familie an – den Pomacentridae – und doch würden die meisten Taucher sie niemals verwechseln. Anemonenfische leben in einer spektakulären Partnerschaft mit nesselnden Anemonen; Riffbarsche sind kämpferische, revierverteidigende Riffbewohner. Hier erfährst du, worauf du achten solltest.
| Clownfisch | Riffbarsch |
|---|---|
| Pomacentridae (Unterfamilie Amphiprioninae) | Pomacentridae (mehrere Unterfamilien) |
| ~30 Arten | ~330 Arten |
| 8–18 cm | 5–35 cm (die meisten ~10 cm) |
| Orange/schwarz/weiße Bänder (variiert) | Sehr variabel: blau, gelb, braun, Dreipunkt |
| Fast immer in nesselnden Anemonen | Riffoberflächen, Geröll, verzweigte Korallen |
| Plankton, Algen, Anemonenreste | Algen (die meisten), Plankton, kleine Wirbellose |
| Territorial innerhalb des Anemonenwirts | Sehr territoriale "Bauern" von Algenfeldern |
| Sequentielle Hermaphroditen (männlich → weiblich) | Die meisten Arten wechseln das Geschlecht nicht |
| Obligat mit Seeanemonen | Keine obligat |
| Indo-Pazifik (Indonesien, Philippinen) | Weltweite tropische Riffe |
**Wo sie schweben**: Wenn ein kleiner Fisch aktiv zwischen den Tentakeln einer nesselnden Anemone herumzappelt, ist es ein Anemonenfisch. Riffbarsche nutzen Anemonen niemals als Zuhause.
**Farbmuster**: Anemonenfische sind normalerweise eine Kombination aus Orange, Schwarz und Weiß in deutlichen Bändern oder Sätteln. Riffbarsche sind extrem vielfältig, zeigen aber fast nie das klassische dreibandige orange-weiße Anemonenfischmuster.
**Körperform**: Anemonenfische sind gedrungener mit abgerundetem hinterem Rand. Viele Riffbarsche haben eine typischere Barschform mit gegabelten Schwanzflossen.
**Anemonenfische** sind obligate Symbionten von Seeanemonen – sie leben nur in 10 von rund 1.000 Anemonenarten. Eine schützende Schleimschicht ermöglicht es ihnen, die Nesselzellen ohne Verletzung zu berühren. Innerhalb eines Wirts herrscht eine strikte Größenhierarchie: Das größte Tier ist ein brütendes Weibchen, das nächstgrößere ein brütendes Männchen, und der Rest sind nicht brütende Tiere, die auf ihre Reihe warten. Stirbt das Weibchen, wird das Männchen zum Weibchen und der nächstgrößere nicht brütende Fisch wird zum Männchen.
**Riffbarsche** sind aggressive "Bauern" – viele Arten verteidigen kleine Algenfelder und vertreiben Fische, die um ein Vielfaches größer sind als sie selbst, einschließlich Taucher. Der Dreipunkt-Preußenfisch (Dascyllus trimaculatus), die Sergeanten (Abudefduf vaigiensis), die Blaugrünen Chromis und verschiedene Stegastes-Arten besetzen weltweit fast jede Riffnische.
**Anemonenfische**: Nur indo-pazifische Riffe – sie kommen nicht im Atlantik oder in der Karibik vor. Indonesien, die Philippinen, die Malediven, das Rote Meer und Thailand beherbergen alle mehrere Arten. Anilao und Lembeh eignen sich hervorragend für Porträtaufnahmen von Anemonenfisch-Anemonenpaaren.
**Riffbarsche**: Jedes tropische Riff auf der Erde. Karibische Riffe zeigen Sergeanten und Dreipunkt-Riffbarsche in riesigen Schwärmen über Korallenköpfen. Indo-pazifische Riffe zeigen unzählige Chromis-Arten, die über Korallenfächern schimmern.
Die meisten Arten der Familie gelten als nicht gefährdet, aber der Druck durch den Aquarienhandel und die Bleiche der Wirtsanemonen hat zu lokalen Rückgängen bei mehreren Anemonenfischpopulationen geführt. Riffbarsche sind bemerkenswert widerstandsfähig und dominieren oft degradierte Riffe.
**Anemonenfische** sind die anemonenbewohnenden, geschlechtswechselnden, hierarchischen Ikonen der indo-pazifischen Riffe. **Riffbarsche** sind die kämpferischen, Algen anbauenden Riffnachbarn mit vielfältigen Farben, die du auf jedem tropischen Riff findest. Sie teilen dieselbe Familie – und ganz unterschiedliche Arten, am Riff ihr Leben zu meistern.
Eine schützende Schleimschicht, die an die Wirtsanemone akklimatisiert ist, verhindert, dass die Nesselkapseln auslösen.
Ja – Amphiprion ocellaris (der Falsche Clown-Anemonenfisch) ist die Grundlage für Nemo. Oft mit dem sehr ähnlichen Amphiprion percula verwechselt.
Ja – alle Anemonenfische sind protandrische Hermaphroditen: männlich geboren, wechselt das dominante Individuum zu einem Weibchen, wenn das vorhandene Weibchen stirbt.
Sie kultivieren aktiv kleine Algenfelder wie Unterwasserbauern. Alles, was das Feld bedroht – einschließlich Taucher – erhält eine Reihe von Warnangriffen.
Ja – beide gehören zur Familie Pomacentridae. Anemonenfische sind einfach eine spezialisierte Unterfamilie.
Erwachsene können vorübergehend überleben, sind aber extrem anfällig. In freier Wildbahn sind praktisch alle Individuen ihr ganzes Leben lang Bewohner von Anemonen.
Nein – Anemonenfische sind auf den Indo-Pazifik beschränkt. Karibische Riffe haben analoge Symbiosen mit Putzergrundeln und Garnelen.
Sergeanten (Abudefduf vaigiensis), Dreipunkt-Riffbarsche, Humbugs (Dascyllus aruanus), Blaugrüne Chromis und die verschiedenen Stegastes-Algenbauern sind weltweit Riff-Grundnahrungsmittel.
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