Vor dem Tauchgang: Ausrüstung und Briefing
Nimm eine Hauptlampe (1000+ Lumen, schmaler Strahl), eine Backup-Lampe und eine Tankmarkierungsleuchte oder einen chemischen Knicklichtstab mit, damit dein Buddy dich finden kann. Hör dir das Briefing genau an – Einstiegs-/Ausstiegspunkt, maximale Tiefe, Zeit und wie der Tauchguide den Rückruf signalisieren wird (normalerweise durch Kreisen der Lampe).
Auftrieb ist alles
Ohne visuelle Referenzen am Grund neigen Taucher dazu, entweder gegen Korallen zu stoßen oder unbemerkt aufzusteigen. Mach kleine Flossenschläge, beobachte deinen Computer ständig und bleib 1–2 Meter über dem Riff. Bewegungsloses Schweben ist eine erlernte Fähigkeit – übe sie beim Tagtauchgang, bevor du nachts tauchst.
So benutzt du deine Lampe
Leuchte nicht direkt auf Meeresbewohner – das stresst sie und ruiniert die Nachtsicht anderer. Beleuchte stattdessen die Ränder und richte dann den Strahl langsam auf das Objekt. Richte deine Lampe niemals auf das Gesicht eines anderen Tauchers. Um einem Buddy zu signalisieren, schwenke den Strahl in langsamen Kreisen auf dem Riff vor ihnen.
Worauf du achten solltest
Oktopusse, Hummer, Muränen, Papageienfische in Schleimkokons, jagende Riffhaie und biolumineszierendes Plankton, wenn du dein Licht kurz ausschaltest. Werde langsamer – Nachttauchgänge belohnen Geduld mehr als zurückgelegte Distanz.
Sicherheitsaspekte
Bleib in der Nähe deines Buddys (in Berührungsreichweite), vereinbart Lichtsignale, bevor ihr ins Wasser geht, und taucht mit mindestens 70 Bar auf. Wenn deine Hauptlampe ausfällt, setze sofort deine Backup-Lampe ein und signalisiere deinem Buddy, den Tauchgang zu beenden.

