Warum du seekrank wirst
Reisekrankheit entsteht, wenn das, was deine Augen sehen (ein stabiler Bootsinnenraum), nicht zu dem passt, was dein Innenohr fühlt (das Boot, das sich in drei Dimensionen bewegt). Dein Gehirn interpretiert diesen Konflikt als Vergiftung und löst Übelkeit aus. Die Heilung besteht entweder darin, die Bewegung zu reduzieren (auf See unmöglich) oder den Konflikt zu verringern (auf den Horizont schauen, an Deck bleiben, horizontal schlafen).
Medikamente: Was wirklich hilft
Die effektivsten Optionen, bewertet von Tauchsafari-Tauchern weltweit: 1. Scopolamin-Pflaster (Transderm Scop) – 4 Stunden vor dem Einsteigen hinter das Ohr kleben, wirkt 72 Stunden. In den meisten Ländern rezeptpflichtig. Nebenwirkungen: Mundtrockenheit, verschwommenes Sehen. 2. Stugeron (Cinnarizin) – in den meisten Teilen Europas und Asiens rezeptfrei erhältlich, alle 8 Stunden einnehmen. Leichte Müdigkeit. Sehr beliebt bei europäischen Tauchern. 3. Dramamine / Bonine (Dimenhydrinat / Meclizin) – in den USA rezeptfrei, vor und während der Reise einnehmen. Macht müde. 4. Ingwerkapseln oder Ingwertee – natürliche Option, milde, aber echte Wirkung. 5. Sea-Bands (Akupressur-Armbänder) – wirken bei manchen, Placebo bei anderen.
Verhaltenstipps, die genauso gut wirken wie Medikamente
Bleib an Deck und schau auf den Horizont – lies oder scrolle niemals unter Deck auf deinem Handy während einer Überfahrt. Iss vor und während der Überfahrt einfache Kohlenhydrate (Brot, Cracker, Reis) – reise niemals mit leerem Magen und iss niemals schwere oder fettige Speisen. Bleib gut hydriert, aber vermeide Alkohol in der Nacht vor einer Überfahrt. Schlaf bei starkem Seegang flach in deiner Kabine – im Liegen wird der Großteil des Innenohr-Konflikts beseitigt. Setz dich in die Mitte des Bootes (wenigste Bewegung), nicht an Bug oder Heck.
Welchen Schiffstyp du wann wählen solltest
Wenn du anfällig für Seekrankheit bist, wähle: ein Stahlschiff (ruhiger bei Wellengang als Fiberglas), ein größeres Boot (40m+ fährt besser als ein 25m Boot) und Routen mit kürzeren Überfahrten auf offener See. Vermeide: Katamarane bei starkem Wellengang (können ruckelig sein), Segelyachten, die stark krängen, und abgelegene Routen wie Cocos (36 Stunden Überfahrt) oder Socorro (24 Stunden Überfahrt), bis du weißt, wie dein Körper reagiert.
Wenn du doch seekrank wirst
Geh sofort an Deck. Schau auf den Horizont. Atme langsam durch die Nase. Kämpfe nicht gegen das Erbrechen an – sobald du dich übergeben hast, fühlst du dich normalerweise innerhalb einer Stunde viel besser. Bitte die Crew um eine Stugeron-Tablette oder einen Ingwertee. Verzichte auf den Tauchgang, wenn du dich unwohl fühlst – dehydrierte und erschöpfte Taucher sind ein Deko-Risiko. Leg dich bei Bedarf zwischen den Tauchgängen flach in deine Kabine.
Häufig gestellte Fragen
Welches ist das beste Medikament gegen Seekrankheit auf einer Tauchsafari?
Die meisten erfahrenen Tauchsafari-Taucher verwenden Stugeron (Cinnarizin) oder Scopolamin-Pflaster. Stugeron ist in Europa und Asien rezeptfrei erhältlich, Scopolamin-Pflaster sind rezeptpflichtig, wirken aber 72 Stunden und sind extrem effektiv.
Wie lange dauert Seekrankheit auf einem Boot?
Die meisten Menschen gewöhnen sich innerhalb von 24–48 Stunden an Bord ("Seefestigkeit erlangen"). Überfahrten zu sehr abgelegenen Orten können sie jedoch erneut auslösen, halte also Medikamente während der gesamten Reise bereit.
Werde ich auf einer Tauchsafari seekrank sein?
Vielleicht, besonders bei Überfahrten auf offener See oder in der rauen Jahreszeit. Nimm vorbeugende Medikamente, bevor du an Bord gehst, anstatt zu warten, bis du dich krank fühlst – sobald die Übelkeit einsetzt, sind orale Medikamente viel weniger wirksam.
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