
Die Salema (*Sarpa salpa*), auch Goldstrieme, Streifenbrasse oder Traumfisch genannt, ist eine sofort erkennbare Meerbrasse, die durch ihre strahlende, schimmernde Färbung besticht. Ihr Körper ist mäßig tief, länglich und seitlich abgeflacht, mit einer ovalen Silhouette, die sich sauber zu einer gekerbten Schwanzflosse verjüngt. Das auffälligste Merkmal sind zehn bis zwölf brillante, goldgelbe Längsstreifen, die sich von den Kiemendeckeln bis zur Schwanzwurzel über ihre silbergrauen Flanken ziehen. Die Oberseite weist einen sanften Grünschimmer auf, während die Unterseite ein makelloses metallisches Silber behält. Der Kopf zeichnet sich durch eine stumpfe, abgerundete Schnauze mit kleinen, spezialisierten schneidezahnähnlichen Zähnen, ein markantes goldenes Auge, das von einem zarten dunklen Ring umgeben ist, und einen winzigen, deutlichen schwarzen Fleck direkt an der Basis der Brustflosse aus. Die Salema, die in den gemäßigten und subtropischen Küstengewässern des östlichen Atlantiks und des Mittelmeeres beheimatet ist, ist eine ausgesprochen gesellige Art. Während Jungtiere bescheidene Cluster bilden, versammeln sich ausgewachsene Tiere zu riesigen, synchronisierten Schwärmen, die Hunderte oder sogar Tausende von Individuen zählen. Diese Aggregationen treiben zusammenhängend über Felsriffe, Makroalgenwiesen und ausgedehnte Seegraswiesen, wie *Posidonia oceanica*. Die Art fungiert als primärer Pflanzenfresser in diesen küstennahen Meeresökosystemen und übt einen starken Weidedruck aus, der die Struktur, Zusammensetzung und Gesundheit der Algen- und Seegrasgemeinschaften prägt. Als protandrische Hermaphroditen beginnen viele Individuen ihr Leben als Männchen, bevor sie mit zunehmender Größe zu Weibchen werden. Die Eiablage erfolgt pelagisch während der Herbst- und Frühlingsmonate, abhängig von ihrem geografischen Standort. Einem massiven Salema-Schwarm zu begegnen, ist eine der Quintessenz des Tauchens in gemäßigten Gewässern und im Mittelmeer. Die schiere Koordination des Schwarms ist faszinierend anzusehen, wenn Tausende metallischer Körper unisono golden aufblitzen, wenn sie die durch die Oberflächenwellen filternden Sonnenstrahlen einfangen. Sie bewegen sich mit einer wellenförmigen, fließenden Anmut, teilen sich sanft um Taucher herum, bevor sie sich wieder zu einer dichten, schimmernden Wand aus Silber und Gold formieren. Für Unterwasser-Naturforscher und -Fotografen stellen diese Begegnungen eine klassische Demonstration des Schwarmverhaltens dar, die die lebendige Biodiversität der küstennahen Felsriffe und die entscheidende Bedeutung von Meeresschutzgebieten illustriert, in denen diese pflanzenfressenden Schwärme ungestört gedeihen.
Größe
Unbekannt
Gewicht
Bis zu 1,5 kg
Lebenserwartung
10-15 Jahre
Status
Nicht bewertet
Die Salema kann Ichthyoallyeinotoxismus auslösen, eine seltene Form halluzinogener Fischvergiftung, die durch die Bioakkumulation von Toxinen aus bestimmten Algen, die sie fressen, verursacht wird.
Im Römischen Reich wurde der Verzehr der Salema angeblich als Freizeithalluzinogen bei Banketten und Festlichkeiten verwendet.
Wie viele Mitglieder der Meerbrassenfamilie sind Salema protandrische Hermaphroditen, die ihr Erwachsenenleben häufig als Männchen beginnen und später zu Weibchen werden.
Ein einziger Salema-Schwarm kann mehrere Tausend Fische enthalten, die sich in nahezu perfekter Synchronität bewegen, um Raubtiere wie Bernsteinmakrelen und Barrakudas zu verwirren.
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